Gestaltung · Musik · Kuration

Über
mich

Als Gestalter, Musiker, Kurator und Zukunftsdesigner dirigiere ich Räume, Klänge und Formen, leite Klangzeremonien und bringe Menschen im gemeinsamen Singen zusammen. Dabei suche ich nach dem, was verbindet: nach dem unsichtbaren Gewebe zwischen Idee, Atmosphäre und Form.

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01 / Vielfalt als Methode
Porträt, koloriert Polaroid-Foto

Vielfalt als Methode

Als Gestalter, Musiker und Kurator arbeite ich an der Schnittstelle von Klang, Raum und sozialer Praxis — unter anderem in offenen Sing- und Klangrunden, in Gestaltungsprojekten und in der Begleitung von Menschen und Teams. Wie jede Biografie ist auch meine von unterschiedlichen Einflüssen geprägt: von akademischer, künstlerischer und therapeutischer Ausbildung, von Arbeit in Gruppen und Institutionen, von eigenen Umbrüchen und Neuausrichtungen. Vielfalt ist für mich deshalb keine Ausnahme, sondern methodisches Prinzip — sie zeigt, wie unterschiedliche Perspektiven zusammenwirken können, statt sich gegenseitig auszuschließen.

Ein besonderes Anliegen ist mir die Arbeit mit dem Verein Open Art e.V.. Kunst soll nicht hinter den Wänden einer Galerie verschwinden, sondern allen offenstehen. Deshalb bringt der Verein alle zwei Jahre ein Festival auf die Straßen Freiburgs, das zeitgenössische Kunst mitten in den Alltag trägt — in Werkstätten, Läden, auf Plätzen und an Orten, an denen man sie sonst nicht erwartet. Mitmachen kann dabei, wessen Arbeit dem Konzept des Festivals entspricht, unabhängig von Ausbildung oder Erfahrung. Dieses Festival Schritt für Schritt auf ein Niveau zu bringen, das wirklich für alle zugänglich ist, bleibt eine fortlaufende Aufgabe — und angesichts der angespannten finanziellen Lage kultureller Einrichtungen nicht immer leicht zu stemmen.

Condarte als Prinzip bedeutet, Menschen in ihrer Vielfalt zu sehen. Sicher macht es vieles einfacher, wenn wir versuchen, unser Sein zu konzentrieren und zu strukturieren. Aber wir bleiben in unserem Wesen komplex — und es braucht die Geduld eines Gärtners, um sich auf das organische Geflecht der Mitmenschen einzulassen: zunächst zu beobachten, ohne zu urteilen.

Die Natur zeigt ihr faszinierendes Wesen in jeder Form, und wir Menschen sind Teil von ihr. Wo Strukturen zusammenfließen, entsteht Neues. Verschiedene Elemente berühren sich und führen zu symbiotischen Gestalten — hier ist Kreativität im Spiel, und aus ihr kann Mehrwert entstehen.

Mehr denn je ist das Kollektiv in seiner Handlungsweise gefragt. Das eigentliche Genie liegt im Disput zwischen unterschiedlichen Meinungen — ob diese nun in einer einzelnen Person liegen oder von einer Gruppe getragen werden, spielt dabei keine Rolle. Das Zulassen von Miteinander ist ein sozialer Akt, der gerade heute mehr denn je eine überlebenswichtige Rolle für unsere Gesellschaft spielt.

02 / Wie ich arbeite
Hartmut Rosa
Resonanz

Resonanz als Fähigkeit, mit der Welt in eine lebendige, antwortende Beziehung zu treten. Gemeinsames Singen, Gestalten, Bauen sind direkte Zugänge.

Mihaly Csikszentmihalyi
Flow & kreative Praxis

Kreativität ist kein individuelles Talent, sondern ein Systemphänomen — sie entsteht im Zusammenspiel von Person, Domäne und Gemeinschaft.

Embodied Cognition
Mit dem Körper denken

Denken geschieht nicht nur im Kopf, sondern in den Händen, im Körper, in der Stimme, in der Begegnung mit Material und Klang. Wer baut oder gestaltet, tönt und fühlt, erkennt anders und nimmt anders wahr.

OECD · WEF · Ken Robinson
Kompetenzen der Zukunft

Vernetzendes Denken, Ambiguitätstoleranz, kollaborative Kreativität — die Kompetenzen, die eine komplexe Zukunft trägt, entstehen durch Praxis und Begegnung.

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Edition 2026 · Creative Praxis
Freiburg i. Br. · Ausgabe 01